Garteln ist eine Schule des Lebens, in der man langsam die Übernahme von Verantwortung lernen kann. Als Gegenleistung bekommt man ein hohes Maß an Erkenntnis, Staunen und Glück. Kinder, die einmal in einer Gärtnerei die Vielfalt an Blumen bewundert und selbst auch etwas gepflanzt haben, werden diese Erfahrung sicher nicht mehr vergessen, ist der Obmann der Kärntner Gärtner, Bernhard Wastl, überzeugt.
Unter dem Motto „Schule in der Gärtnerei“ besuchten 1 200 Kärntner Volksschulkinder mit Ihren Lehrerinnen vom 4. April bis 9. April Kärntner Gärtnerei- und Baumschulbetriebe. In mehr als 25 Gärtnereien in ganz Kärnten erhielten die Kinder bei einem Rundgang durch die Betriebe Antworten auf Ihre Fragen rund um das Gärtnerleben. Im Anschluss daran wurden verschieden Früchte und Gemüse „blind“ verkostet, Gewürze und Kräuter wurden „gestreichelt“ sodass diese ihren unverwechselbaren Duft entfalten konnten und an der nächsten Station wurden Salatpflanzen getopft, die zu Hause auf der Fensterbank weiterwachsen.
Als Unterstützung gab´s für jedes Kind ein umfangreiches Schülerheft mit viel Wissens wertem rund um die Pflanzen aber auch mit lustigen Rätseln und Malbildern. Damit die Lehrkräfte diese Aktion auch im Unterricht weiterbehandeln können, erhielten Sie ein Unterrichtsheft.
Initiator und Organisator dieser Aktion waren die Gartenbaureferenten der Landwirtschaftskammern Niederösterreich, Oberösterreich und Kärnten. Finanzielle und organisatorische Unterstützung gab´s vom Blumenmarketing Austria und der AMA Marketing.
Zurück zur Natur: Kinder brauchen Blumen und Pflanzen
Für die Entwicklung von Kindern ist es wichtig, dass die lernen, die Welt mit allen Sinnen zu erfassen und diese Sinne auch gezielt einsetzen. Die Natur ist dabei die beste Lehrmeisterin. Doch die zunehmend verstädternde und computergesteuerte Gesellschaft verliert immer mehr den Bezug zur Natur. Damit geht auch Wissen und Verständnis im Umgang mit Früchten und Geschöpfen der Erde verloren. So ist beispielsweise nur mehr eines von vier Kindern in der Lage, die vier Geschmacksrichtungen süß, sauer, salzig und bitter von einander zu unterscheiden. Es ist hoch an der Zeit, diese Zeichen zu erkennen und gegenzusteuern. Initiativen wie „Schule in der Gärtnerei“ sind dabei probate und Ziel führende Instrumente, auch weil die Eltern davon profitieren. Unsere Kinder brauche mehr denn je Kreativität und Einsatzfreude für ein erfülltes und vielfältiges Leben. Der Anbau und die Pflege von Blumen und Pflanzen lassen sie die Natur von eigener Hand erfahren.
![]() |
![]() |
![]() |
Zurück zur Übersicht