Gemüsegarten

Gemüse braucht Sonne

Gemüse gedeiht in voller Sonne am besten. Ein flaches, südseitiges Fleckchen eignet sich dazu; vorausgesetzt, der Boden ist fruchtbar. Schwere, verdichtete Böden – was leider auf Baugründen oft der Fall ist – müssen zuerst gelockert werden. Wenn Sie über die Jahre regelmäßig Kompost in den Boden einarbeiten, brauchen Sie selbst problematische Böden nur anfangs tiefgründig umstechen. Danach reicht es, mit der Grabgabel zu lockern.

Kann ich Gemüse auch in Töpfen, Kübeln ziehen?

Sie haben keinen Garten – „nur“ Balkon oder Terrasse? Tomaten, Paprika, Chili & Co lassen sich auch in großen Töpfen kultivieren. Erforderlich sind Pflanzgefäße, die mindestens 10 Liter fassen und große Wasserabzugsöffnungen haben. Legen Sie eine Drainageschicht aus Sand oder Blähton ein und füllen Sie den Topf mit Bio Gemüseerde der Kärntner Gärtner. Da die Erde in den Töpfen leichter austrocknet, muss regelmäßig gegossen werden. Laufende Düngergaben mit dem Bio Gärtnerdünger flüssig sorgen dann für gleichmäßigen Ertrag.

 Gärtnertipp

tellen Sie immer mehrere Töpfe in Gruppen zusammen! So können einerseits optisch reizvolle Gruppenbilder geschaffen werden, andererseits entsteht ein günstiges Kleinklima und die Topfkulturen trocknen nicht so rasch aus.

Heilsames Durcheinander im Gemüsegarten – was ist das?

Wenn sich Nachbarn gut vertragen und einander unterstützen, ist das für alle förderlich – das gilt auch fürs Gemüsebeet. Wer hier die passenden Kulturen nebeneinander setzt, kann eine positive Wirkung erzielen.

Gerade in kleinen Gärten lassen sich mit dem Konzept der Mischkultur vorhandene Flächen optimal ausnutzen, und der Boden bleibt während der ganzen Vegetationszeit bedeckt. Darüber hinaus wird Bodenermüdung vermieden, Krankheiten und Schädlinge, die meist auf bestimmte Arten spezialisiert sind, können sich schwerer etablieren, und bestimmte abgegebene Duftstoffe halten Schädlinge und Krankheiten ab.

Karotten haben einen positiven Einfluss auf alle Laucharten, denn sie halten die Lauchmotte fern. Zwiebel und Lauch hingegen vertreiben die Karottenfliege. Knoblauch schützt seine Nachbarpflanzen vor Pilzkrankheiten, besonders Tomaten, Gurken, Karotten und Erdbeeren. Ja, sogar Geschmack und Aroma so mancher Köstlichkeit aus dem eigenen Garten lässt sich durch die passende Nachbarschaft noch verstärken.

Gärtnertipp

Ein häufiger Fehler in der Mischkultur ist der zu enge Stand der Pflanzen. Achten Sie deshalb schon bei der Pflanzung darauf, welche Größe die einzelnen Kulturen erreichen können, sofern es sich nicht um Zwischenkulturen handelt, die bereits geerntet sind, bevor die Hauptkultur wirklich groß wird.

Gute Nachbarn – die passen zusammen!

Buschbohnen – Rote Rüben – Bohnenkraut
Gurken – Dill
Karotten – Lauch und Zwiebeln – Majoran
Kohl – Buschbohnen
Salat – Radieschen – Kohlrabi
Sellerie – Lauch – Tomaten
Tomaten – Sellerie

Schlechte Nachbarn – Nähe vermeiden!

Bohnen – Zwiebeln
Erbsen – Bohnen
Mangold – Rote Rüben
Knoblauch – Brokkoli und Karfiol
Kohl – Zwiebeln
Salat – Petersilie
Tomaten – Erbsen

Broschüre Küchengarten

https://www.gartenbau.or.at/webpaper/kuechengarten/webpaper.html