Gartentipp – Tomaten

Tomaten – Kinder der Sonne

Tomaten, das Lieblingsgemüse der Österreicher, sind Kinder der Sonne. Sie benötigen einen geschützten, warmen Platz und nährstoffreiche, gut gedüngte, lockere und humose Erde. Im Kärntner Klima mit seinen kühlen Nächten (Taubildung) fühlen sie sich an einer Südwand, vor Regen durch einen Dachvorsprung geschützt, sichtlich wohl. Die Seitentriebe sollten durch „Ausgeizen“ regelmäßig entfernt werden (Ausnahme: Buschtomaten). Dadurch sind ein reicher Fruchtansatz und dessen Ausreifen gewährleistet. 5-7 Fruchtrispen bringen bis zum Herbst reichen Ertrag.

Anpflanzen & Pflege

  • Wählen Sie einen Pflanzabstand von ca. 60 x 80 cm (bei Stabtomaten).
  • Tomaten brauchen sonnige, warme Standorte mit einem lockeren, tiefgründigen, nährstoffreichen und humosen Boden. Achten Sie darauf, dass Sie Tomaten erst nach 3 bis 4 Jahre wieder an dieselbe Stelle setzen. Dadurch vermeiden Sie, dass sich schädliche Bodenpilze zu stark vermehren. Ist Ihr Gartenboden für Tomaten ungeeignet, können Sie die Tomaten in große Kübel oder Kisten (min. 10 Liter), gefüllt mit nährstoffreicher Erde (KARAHUM BIO Gärtnererde torffrei) pflanzen.
  • Tomaten zählen zu den Starkzehrern. Trotz Verwendung einer vorgedüngten Erde sollte im Verlauf des Sommers regelmäßig nachgedüngt werden. Achten Sie dabei auf eine ausgewogene Nährstoffversorgung. Eine gute Grundversorgung erreichen Sie durch die Beigabe von KARAHUM Schafwolldünger beim Pflanzen.
  • Ausgeizen oder Entgeizen bedeutet in der Gärtnersprache das Entfernen der Seitentriebe aus den Blattachseln. Hierdurch erhalten Ihre Tomatenpflanzen mehr Licht und die Wuchskraft wird auf die Früchte gelenkt. Ausgeizen sollten Sie bei allen langwüchsigen Tomaten. Busch-, Topf- und Ampeltomaten werden nicht ausgegeizt.
  • Stäben: Ihre Tomatenpflanzen brauchen zum optimalen Wachstum eine Stütze (Ausnahme: Busch- und Topftomaten). Im Handel gibt es hierfür Spiralstäbe, welche sich gut zum Hochleiten der Pflanzen eignen. Alternativ können Sie aber auch einfach Holzstäbe verwenden, oder die Pflanzen an Seilen oder Drahtgittern hochleiten. Kunststoff-Clipse zum Befestigen des Triebes sind hierbei hilfreich, man kann aber auch eine Schnur verwenden.
  • Sie müssen Tomaten immer gleichmäßig wässern. Die Pflanze nimmt zusammen mit dem Wasser auch ihre Nährstoffe aus dem Boden auf. Eine unregelmäßige Wasserversorgung bedeutet darum auch eine unregelmäßige Versorgung mit Nährstoffen. Setzen Sie als Gießhilfe dicht neben die Pflanzen einen Tontopf, der sich schnell mit Wasser füllt und das Wasser über das Abzugsloch langsam und ohne die Erde wegzuspülen in den Boden versickern lässt. Zur Vermeidung von Krankheiten beim Gießen darauf achten, dass die Blätter nicht nass werden und auch kein Spritzwasser auf die Blätter gelangt.
  • Noch nicht ganz ausgereifte Früchte können im Haus an einem dunklen Ort nachreifen.
  • Tomaten sind Selbstbefruchter, also nicht auf den Pollen anderer Tomatenpflanzen angewiesen. Die Bestäubung wird durch Wind, Insekten und Erschütterungen gefördert. Daher schüttelt der Gärtner beim Anbau im windstillen Gewächshaus vorsichtig die Blütenstände um die Bestäubung sicherzustellen. Auch wichtige Bestäuber wie Bienen und Hummeln sollten die Tomatenpflanzen besuchen dürfen. Bei der Suche nach Nektar bestäuben diese Insekten zuverlässig.