Gemüse des Jahres 2019 – Jeanny Zucchini

Jeanny Zucchini eine „beet“zaubernde Zucchini

Die Zucchini gehört zu den Kürbisgewächsen und erfreut sich in den letzten Jahren wachsender Beliebtheit. Um dem Trend der Zucchini Rechnung zu tragen, haben für 2019 die Kärntner Gärtner Jeanny zum Gemüse des Jahres gewählt. Es handelt sich um eine gelbfrüchtige Sorte, die das Gemüsebeet wahrlich verzaubert.

In den heimischen Gärtnereien erhält man ab Ende April junge Pflanzen. Es empfiehlt sich mit dem Aussetzen in das Gemüsebeet bis Mitte Mai zu den Eisheiligen zu warten, damit die Gefahr der Spätfröste gebannt ist. Zucchini können auch in große Töpfe gepflanzt und auf Balkon oder Terrasse herangezogen werden. Bei der Pflanzung sollte man beachten, dass die Pflanzen Wärme lieben und einiges an Platz (1-2 m²) benötigen. Zucchini mögen lockeren Boden und eine Mulchschicht aus Rasenschnitt ist eine gute Möglichkeit den Unkrautaufwuchs einzudämmen und den Boden locker und feucht zu halten. Auch in Mischkultur mit Kapuzinerkresse, Zwiebeln, Lauch oder Stangenbohnen fühlt sich Jeanny Zucchini wohl. Als Starkzehrer benötigen die Pflanzen viele Nährstoffe um gut zu wachsen und viele Früchte hervorzubringen. Regelmäßige Düngung mit Fruchtgemüsedünger oder regelmäßige Kompostgaben wirken sich positiv auf die Pflanzen aus. Besonders wichtig ist ausreichend Wasser um eine gute Fruchtentwicklung zu erreichen.

Wie die Jungfrau zum Kind!

Jeanny Zucchini wurde unter anderem zum Gemüse des Jahres gewählt, weil sie parthenokarp ist. Parthenokarp oder Jungfernfrüchtig bedeutet, dass sie auch ohne männliche Blüten befruchtet wird und Früchte ansetzt. Damit ist das Problem der fehlenden Befruchtung, das man häufiger bei Zucchini hat, nicht vorhanden! Ein weiterer Vorteil ist, dass aus allen Blüten Früchte werden können. Bei zweigeschlechtigen Pflanzen gibt es sowohl männliche Blüten, die keine Früchte ansetzen und nur zum Füllen geeignet sind und weibliche Blüten, die befruchtet werden müssen um zu fruchten.

Pflege

Nachdem Jeanny, das Gemüse des Jahres 2019 einen sonnigen Standort im Garten oder am Balkon erhalten hat und gut mit Wasser und Dünger versorgt wurde, erscheinen bald die ersten Blüten. Nach wenigen Wochen reifen auch schon die ersten gelben Früchte! Nun kann laufend geerntet werden. Um die Pflanzen möglichst gesund zu halten, sind zwei Dinge zu beachten. Eine große Gefahr geht von Schnecken aus. Schneckensichere Beete oder die Bekämpfung mit Schneckenkorn (konventionell oder biologisch) sind eine wichtige Voraussetzung für gesunde Pflanzen und hohe Erträge. Das zweite Thema ist Pilzerkrankungen wie Echter und Falscher Mehltau. Am besten gießt man Zucchini nur von unten und nicht über die Blätter. Pflanzenstärkung mit verdünnten Brennnesseljauchen hilft die Pflanzen robuster gegenüber Krankheiten zu machen.

Geerntet werden Zucchini am besten noch relativ jung mit einer Länge bis 20 cm. Man schneidet die Früchte einfach mit einem Messer ab. Zucchini sollten nicht auf den Pflanzen bleiben, da die Ertragskraft dann abnimmt. Daher ist die laufende Ernte besonders wichtig.

Kochen mit Zucchini ist in den letzten Jahren immer beliebter geworden. Das liegt einerseits am feinen Aroma und der guten Verdaulichkeit und andererseits sind die Möglichkeiten der Verwendung beet-zaubernd vielfältig. Zucchini können gegrillt, gebraten, roh, gefüllt, eingelegt oder als Gemüsenudeln – sogenannten Zoodles – gegessen werden. Gelbe Sorten wie Jeanny Zucchini zeichnen sich durch besonders angenehmen Geschmack aus! Bittere Zucchini sollen übrigens nicht verzehrt werden. Das enthaltende Cucurbitacin, das modernen Sorten weggezüchtet wurde, ist giftig.