Die Rose hat im Laufe der Jahrhunderte die ganze Welt verzaubert. Heute begeistert sie in unseren Gärten trotz ihrer Zartheit als robuste und langlebige Pflanze.
Bereits Sappho bezeichnete die Rose als „Die Königin der Blumen“ – an ihrer Beliebtheit und Faszination hat sich bis heute nichts geändert. Der Ursprung der Rose dürfte im mittleren Orient liegen. Die älteste Rosendarstellung findet sich im Palast von Knossos auf Kreta. Die Kreuzritter brachten die Rose nach Mitteleuropa, wo sie vorerst in Klostergärten und Königshäusern Einzug hielt. Im Laufe der Jahrhunderte entstanden unzählige Sorten – wie viele, lässt sich schwer beantworten. Prinzipiell können die Rosen nach ihren Wuchseigenschaften in verschiedene Gruppen eingeteilt werden.
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| Rosige Eintrittspforte in den Garten | Ein alter Obstbaum im neuen Blütenkleid |
Kletterrosen sind die charmanten Hochstapler des Gartens. Ihre Blüten erobern Lauben, Rosenbögen, Mauern und sogar Bäume. Sie erreichen Höhen von zwei bis drei Metern, manche auch mehr. Um an Obelisken, Spalieren oder ähnlichem empor zu ranken, müssen sie festgebunden werden. Die Kletterkünstler fühlen sich in Kombination mit anderen Kletterkameraden besonders wohl. Waldreben (Clematis) von Violett bis Gelb und kletternde Geißblätter (Lonicera), die besonders in den Abendstunden angenehm duften, sind besonders gute Pflanzpartner. Fingerhut (Digitalis), Rittersporn, Glockenblumen und Frauenmantel (Alchemilla mollis) machen als „rosiges Fußvolk“ gute Figur.
Ramblerrosen erobern mit ihren bis zu zehn Meter langen Trieben sogar Bäume oder überziehen Hausfassaden.
Strauchrosen sind optimale Begleiter im „Mixed Border“ - im Staudenbeet oder vor einer Gehölzkulisse. Sie erreichen Höhen von 130 bis 170 cm und es gibt sie von Weiß über Rosa, Gelb und Orange bis hin zum tiefen Rot. Auch nach der Blütenform – einfach, halbgefüllt, gefüllt bis hin zu rosettenförmig können sie unterschieden werden. Ein weiteres Entscheidungskriterum für die Auswahl ist die Blühdauer – einmal blühend oder öfter blühend (remontierend).
Die Schönheit der Edelrosen liegt in ihren wunderschön geformten spitzen Knospen. Die meisten sind duftend – einige mehr als andere. Sie eignen sich ausgezeichnet für reine Rosenbeete und –rabatten. Sie erreichen Wuchshöhen von 80-120 cm, je nach Schnitt, und sind optimal für den Vasenschnitt geeignet.
Ein Blütenteppich in Weiß, Rosa oder Rot von Juni bis zum Frost – gibt´s denn das? Bodendeckerrosen – die kleinen Schwestern der Edelrosen machen es möglich. Gefüllte oder einfache Blüten setzten in jedem Garten individuelle Akzente.
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| Bodendeckerrosen |
Beeindruckende Partnerschaften mit Stauden wie Storchschnabel (Geranium himalayense), Salbei (Salvia nemorosa) oder Ehrenpreis (Veronica austriaca) in allen Blauschattierungen bringen Spannung ins Rosenbeet. Helle Sterne zaubert der Sonnenhut (Rudbeckia) in die Pflanzung und mit seinen zarten Ähren bringt das Lampenputzergras (Pennisetum „Hameln“) Leichtigkeit ins Beet.
Schön ist, was gefällt – Bodendeckerrosen sind eine elegante, duftige und pflegeleichte Variante für flächige Bepflanzungen.
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| Rosen mit Rittersporn und Haemerocallis | Ein Klassiker - Rosen und Lavendel |
Tipps für ein blühendes Rosenleben
Wann sollen die Rosen geschnitten werden?
Das Frühjahr ist sicherlich der richtige Zeitpunkt – „wenn die Forsythien blühen“ gilt so als Faustregel. Bodendeckerrosen benötigen nicht jedes Jahr einen Rückschnitt. Hier reicht es, alle 4 bis 5 Jahre einen „ordentlichen“ Schnitt (auf 30 cm, geht auch super mit der Heckenschere) durchzuführen. Öfter blühende (remontierende) Kletterrosen blühen am „alten“ und „neuen“ Holz. Hier sollten alle Triebe, die älter als 6 Jahre sind, am Boden abgeschnitten werden. Einmalblühende Kletterrosen werden nach der Blüte geschnitten.
Bei den Edelrosen und Beetrosen vor dem Schnitt die über den Winter angehäufelte Erde glatt rechen. Alte und kranke Zweige schneiden Sie bodennah ab, erfrorene Zweige nehmen Sie bis auf grüne Holzpartien zurück. Alle anderen Äste der Beet- und Edelrosen werden auf 20 bis 30 cm eingekürzt wobei nach Möglichkeit die oberste Knospe nach außen zeigen sollte.
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