Hortensien - wer kennt sie nicht! Als Topfpflanzen mit großen Blütenballen in Blau, Rosa oder Weiß sind sie eine beliebte Topfpflanze rund um den Muttertag. Aber kennen Sie auch die zahlreichen Gartensorten, manche davon können sogar Wände hochklettern, andere wiederum haben tellerförmige Blüten mit einem Kranz auffallender großer Scheinblüten am Rand. Ursprünglich stammen sie aus Asien (Japan) und ab dem 20. Jahrhundert wurden sie in Europa populär. Hydrangea – so heißt die Hortensie mit botanischem Namen - kann mit „Wasserschlürferin“ übersetzt werden. Deshalb stehen die Sträucher am besten halbschattig, etwas geschützt in Hausnähe und in einem leicht sauren, lehmig-humosen Boden, der gut die Feuchtigkeit hält.
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| Hortensienstimmung |
Am bekanntesten ist sicherlich die Gartenhortensie (Hydrangea macrophylla). Sie ist allerdings nur bedingt winterhart und bildet die Blüten für das nächste Jahr am diesjährigen Holz aus. Deshalb dürfen Gartenhortensien nicht zurückgeschnitten werden, wenn sie im nächsten Jahr blühen sollen. Eine Ausnahme bildet hier die Sorte „Endless summer“. Sie blüht auch am diesjährigen Holz und das den ganzen Sommer lang.
Die typische Blaufärbung der Blütenbälle hängt vom ph-Wert des Bodens ab. Verantwortlich dafür sind Aluminiumionen, die allerdings in zu wenig sauren Böden gebunden werden. Mit einer Alaundüngung - 5g/1l Wasser, mehrmals bis zur Blütenbildung gegossen (gibt´s in der Apotheke) - kann nachgeholfen werden, wenn sich die ursprünglich blauen Blüten rosarot verfärben.
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| Hortensienvielfalt | Hortensienblüte blau | Hortensie Blüte rosa |
Neben den Gartenhortensien gibt es noch eine Reihe anderer botanischer Arten, die sich in unseren Gärten etablieren.
Zu den Klassikern zählt die Schneeballhortensie (Hydrangea arborescens). Die Sorte „Annabelle“ bildet sehr große, ballförmige Blütenrispen in fast reinem Weiß von Juni bis September.
Besonders interessant ist die Samthortensie (Hydrangea aspera) mit bis zu 35 cm langen, dicht behaarten Blättern und violetten, tellerförmigen Blüten. Sie braucht unbedingt einen schattigen Platz, denn bei praller Sonne hängt das Laub welk herunter. Ihr Wuchs ist wenig verzweigt und wirkt daher etwas sparrig. Auch sie blüht an den Trieben, die im Vorjahr gewachsen sind. Deshalb nur die Triebe mit den alten Blüten entfernen.
Dagegen bildet die Rispenhortensie (Hydrangea paniculata) aufrechte, breite und buschige Sträucher. Bei ihr sitzen an den Triebenden kegelförmige Rispen, daran bilden sich ab August große Blüten, die sich später rosa verfärben. Eine tolle neue Sorte ist hier „Limelight“ die im Aufblühen grün und später grünlichweiß gefärbt ist. Um einen buschigen Wuchs zu bekommen, werden die Triebe nach den letzten starken Frösten bis auf etwa 50 cm eingekürzt.
Ungewöhnlich ist die im Juli/August blühende Eichenblatthortensie (Hydrangea quercifolia), deren großes, gebuchtetes Laub an Eichenblätter erinnert. Im Herbst zeigt es eine prachtvolle orange- bis dunkelrote Farbe.
Mit Hilfe von Haftwurzeln kann die Kletterhortensie (Hydrangea anomala petiolaris) Wände hochgehen und begrünt Flächen bis zu 10 Meter Höhe und 5 Metern Breite. Ab dem Frühsommer erscheinen flache, bis zu 25 cm breite Blütenrispen in Cremeweiß die Nahrung für Schmetterlinge, Hummeln und Bienen bieten. Die abgeblühten Fruchtstände sind auch im Winter ein netter Schmuck.
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| Ballenhortensie Annabell | Tellerhortensie |
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